Auto aus dem Ausland importieren und zulassen

Auto importieren – Fahrzeuge aus dem Ausland zulassen

Fahrzeuge, die aus dem Ausland eingeführt werden, müssen in Deutschland bei der zuständigen Zulassungsbehörde zugelassen werden. Je nach Herkunftsland, dem bisherigen Zulassungsstatus und dem Vorhandensein einer europäischen Betriebserlaubnis werden unterschiedliche Unterlagen und Nachweise benötigt.

Zulassungsverfahren importierter Fahrzeuge

Zulassung eines EU-Gebrauchtfahrzeuges

Fahrzeuge, welche aus einem EU-Mitgliedstaat eingeführt werden, müssen zumeist nicht von einem anerkannten Sachverständigen (z. B. TÜV) begutachtet werden. Dies gilt für Autos, die eine EG-Typgenehmigung besitzen. Diese ist die Grundlage für die Fahrzeugzulassung in allen EU-Ländern, auch in Deutschland.

Wenn keine EG-Typgenehmigung existiert oder zu finden ist, muss das Kfz von einem amtlich anerkannten Sachverständigen überprüft werden. Die Zulassung eines Gebrauchtfahrzeuges aus dem EU-Ausland ist aufgrund eventueller Abfrage beim Kraftfahrtbundesamt nur Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Freitag 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr möglich.

Identifizierung des Fahrzeuges

Bevor ein importiertes Fahrzeug eine Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) erhalten kann, muss es gemäß § 6 Abs. 8 FZV von der Zulassungsbehörde identifiziert werden. Neben der Vorführung vor Ort besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug im Rahmen der Begutachtung gem. § 21 StVZO in Deutschland durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen identifizieren zu lassen.

Die Vorführpflicht kann entfallen bei europäischen Fahrzeugen oder bei der Vorlage einer separaten Bestätigung der Übereinstimmung der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) mit den ausländischen Papieren von einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation (z. B. TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS oder FSP).

Auto aus dem Ausland anmelden – erforderliche Unterlagen

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass – Bürger aus nicht-EU-Mitgliedstaaten benötigen eine Aufenthaltsgenehmigung
  • lückenloser Eigentumsnachweis: Originalrechnung oder Originalkaufvertrag (wird mit einem Bearbeitungsvermerk wieder ausgehändigt). Dieser Nachweis entfällt, wenn kein Halterwechsel erfolgt.
  • ausländische Fahrzeugpapiere im Original
  • ausländische Kennzeichen bei noch zugelassenen Fahrzeugen bzw. Nachweis über die Abmeldung im Ausland
  • Bescheinigung über eine gültige Hauptuntersuchung (z.B. TÜV) nach § 29 StVZO (Original)
  • Bei Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil II: Vorführung des Fahrzeuges oder FIN-Bestätigung einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation (z.B. TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS oder FSP)
  • Nachweis der EU-Betriebserlaubnis durch die ausländische Zulassungsbestätigung nach neuem Muster oder die EWG-Übereinstimmungserklärung
  • Bei fehlender EU-Betriebserlaubnis muss auf der Grundlage eines Gutachtens gem. § 21 StVZO eine neue nationale Betriebserlaubnis erteilt werden.
  • Bei allen Fahrzeugen aus Nicht-EU-Staaten muss der Verzollungsnachweis vorgelegt werden. Als Verzollungsnachweis gilt: Zollbeleg über die Entrichtung der Einfuhrabgaben, Zollunbedenklichkeitsbescheinigung oder Bescheinigung des Importeurs über die Verzollung im Sammelzollverfahren. In diesem Fall erfolgt die Meldung der Zulassung des Fahrzeuges unter Angabe der Verzollungsnummer an das zuständige Zollamt.
  • Bei neuwertigen Fahrzeugen aus EU-Staaten (innergemeinschaftlicher Erwerb): Nachweis über die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung (§ 1b Umsatzsteuergesetz). Der Nachweis gilt als erbracht, wenn der inländische Importeur auf dem Kaufvertrag seine Umsatzsteueridentifikationsnummer angegeben hat. Bei Direktimport muss die Versteuerung beim örtlichen Finanzamt durch den Käufer beantragt werden. In beiden Fällen verlangt die Zulassungsbehörde die Ausfüllung einer Umsatzsteuerkontrollmitteilung gem. § 18 Abs. 10 Nr. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) durch den Antragsteller.
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB, ehemals Versicherungs-Doppelkarte)
  • SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer (siehe Downloads)
  • allgemeine Unterlagen zum Fahrzeughalter (siehe Downloads)

Sie haben die Möglichkeit eine Vielzahl an Anträgen unpersönlich (per Post, E-Mail oder online) zu stellen. Nähere Informationen erhalten Sie unter: Bürgerservice - alternative Antragstellung.

Terminvereinbarung erforderlich

Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Vorsprache nur mit vorheriger Terminvereinbarung erfolgen kann. Diese können Sie entweder über die Online-Terminvereinbarung Bürgerservice oder telefonisch vornehmen.

Hiervon ausgenommen ist die Abholung von Dokumenten am Empfang.

Informieren Sie sich bitte vor Ihrer Terminbuchung zu den Voraussetzungen und notwendigen Unterlagen der gewünschten Dienstleistung.

Öffnungszeiten

Tag
Zeiten
Montag 09:00 – 13:00 Uhr
Dienstag 09:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch 09:00 – 13:00 Uhr
Donnerstag 09:00 – 18:00 Uhr
Freitag 09:00 – 13:00 Uhr
Samstag 09:00 - 13:00 Uhr
Leistungen Gebühr
Zulassungsvorgang incl. Zuteilung deutscher Fahrzeugpapiere 29,90 €
wenn techniche Datenbeschreibung im Register nicht verfügbar ist 15,30 €
bei Zuteilung eines Wunschkennzeichens 10,20 €
bei vorheriger Reservierung eines Wunschkennzeichens  2,60 €
Kosten für die Prägung der Kennzeichen separat
Aushändigung Feinstaubplakette (auf Wunsch) 5,40 €

Die Zulassungsbehörde verwendet für die Fahrzeugdokumente spezielle Klebesiegel mit besonderen Sicherheitsmerkmalen. Dadurch erhöhen sich die Gesamtgebühren um 0,30 € pro verwendetem Klebesiegel.

Name Funktion/Bereich Kontakt
Mitarbeiter/-innen

Team Bürgerservice

E-Mail: buergerservice@jena.de

Telefon: 0049 3641 49-3714

Fax: 03641 49-3705

Standort

Team Bürgerservice

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Löbdergraben 12
07743 Jena
Deutschland

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